|
|
| 2004-01-04 |
|
|
Mike Johnston fragt sich, ob Leica den Draht zu ihrem Produkt verloren haben und macht diesen Zweifel ein ein paar Punkten fest:
- die R8 ist ihm zu gross und hässlich, zu Un-Leica (ok, da stimme ich ihm zu, die R8 ist hässlich.
)
- die M6 mit dem M3-Sucher ist nicht identisch zum M3-Sucher in der Vergrösserung, sondern leicht abweichend. Ergebnis daraus ist, das nicht beide Augen die gleichen Bilder sehen, dadurch der Effekt der über der Realität schwebenden Sucherrahmen nicht erzielt werden kann. Stimme ich auch zu - wer sich das nicht vorstellen kann, einfach mal eine M3 vors rechte Auge und das linke offen lassen und entspannt in die Welt gucken. Die M3 hat eine 1:1 Vergrösserung bezogen auf unseren Seheindruck, die M6 leider nicht ganz exakt.

- die Digilux 2 ist für ihn keine richtige Leica. Ok, da stimme ich nicht generell zu. Klar, der Digichip ist un-Leica - besseres Minoxformat, mehr nicht, dementsprechend saumäßige Schärfentiefe. Aber sie sieht immerhin aus wie eine Leica

Er meint aber dann, das Leica doch den Weg zurück gefunden hat, zu seinen Wurzeln, und führt dafür die Leica MP an. Zur Leica MP habe ich ein leicht gespaltenes Verhältnis - ich mag sie einerseits, aber andererseits ist es auch eine extrem teure Kamera mit ein paar wirklich absurden Features, speziell der Spannhebel (unpraktischer als der zweiteilige der M6, aber immer noch ok) und der alberne Rückspulknopf (selbst mit der überteuerten Futzelkurbel nicht wirklich brauchbar!). Aber in einem stimme ich ihm zu: sie ist wirklich wunderschön.
Ich finde aber das er noch weitere Punkte anbringen könnte:
- die M7 ist endlich das, was immer von den Leica M gefordert wurde, ein Zeitautomat. Ok, er hat sie erwähnt, aber bei einem Laden wie Leica ist sowas wie die Einführung der Zeitautomatik in die M-Reihe schon eine kleine Revolution!
- die CM ist eine wunderschöne kleine Sucherkamera. Sie ist - nicht nur durch ihr klasse Objektiv, sondern auch durch ihre Bedienung - wirklich eine Leica, auch wenn natürlich dem Ziel der Kompaktkamera ein paar Opfer gebracht wurden
- die Digitalrückwand für die Leica R ist zwar ein verrücktes, aber gerade deshalb typisch Leica Produkt. Man denke an so obskure Sachen wie das Naheinstellgerät oder den Visoflex!
- Leica bringt endlich ein 90er Makorobjektiv für die M raus, das 4/90 mit dem passenden Naheinstellgerät.
Ich finde also durchaus das Leica den Draht zu den Produkten und zum Markt behalten hat. Veränderungen bei Leica sind einfach sehr gemächlich, man kann da nicht den Drive einer Firma Canon oder Nikon erwarten (wobei Leica in den letzten Monaten mehr Aktivität gezeigt hat als Nikon ).
|
|
Dieser Beitrag ist in Thema:
fotografie
leica
|
|
veröffentlicht um 15:20:48
#
|
|
|
| Januar 2004 |
|---|
| Mo | Di | Mi | Do | Fr | Sa | So |
|---|
| | | | 1 | 2 | 3 | 4 | | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 | 17 | 18 | | 19 | 20 | 21 | 22 | 23 | 24 | 25 | | 26 | 27 | 28 | 29 | 30 | 31 | | Dez 2003 | | Feb 2004 |
|---|
Fotografie - Technik, Bilder, Kommentare.
OUT e.V. - der persönliche Provider
muensterland.org - Weblog Server
Deutsche Contax Users Mailingliste
Deutsche Leica Users Group
|